An seinem dritten Geburtstag beschließt Oskar Matzerath, nicht mehr zu wachsen und stattdessen zu trommeln und zu schreien. Sein Lebensweg führt durch das 20. Jahrhundert der Kriege, des nationalsozialistischen Wahns und des Wirtschaftswunders als große Ich-Erzählung eines „Zwerges“, der sich partout nicht aus dem Paradies seiner Kindheit vertreiben lassen will. Eigensinnig in der Gestalt eines Kleinkindes verharrend spielt Oskar Matzerath mit Polen, Kaschuben und Deutschen, Katholiken, Protestanten und Juden in der Stadt Danzig sein Spiel der Verweigerung gegen eine Welt der Lüge und der Gewalt. Dem zweiunddreißigjährigen Günter Grass gelang mit dem Erscheinen seines Romanes „Die Blechtrommel“ im Jahre 1959 der literarische Durchbruch. Trotz anfänglicher Kontroversen gilt „Die Blechtrommel“ bis heute als der wichtigste deutsche Nachkriegsroman. 1999 erhielt Günter Grass dafür den Nobelpreis. Jan Bosse richtet den bekannten Roman in der Dramatisierung von Armin Petras als eine kollektive Erzählung für die Bühne ein.
Uraufführung / Koproduktion mit der Ruhrtriennale- Premiere am 8. September 2010 in der Jahrhunderthalle Bochum
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