Regisseur Bastian Kraft, der am Deutschen Theater Berlin bereits unter anderem Max Frischs Biografie: Ein Spiel, George Bernard Shaws Pygmalion sowie Tod eines Handlungsreisenden (2017) und Der Besuch der alten Dame (2014) inszenierte, widmet sich dem Dürrenmatt-Klassiker mit feinem Gespür für das Tragikomische und einem präzisen Blick auf die Abgründe unter der Oberfläche. Die Handlung entfaltet sich mit der Spannung eines Kriminalstücks; jede Szene ein Auslöser für die nächste, wie in einer Kettenreaktion. Im Zentrum steht die zentrale Frage: Ist eine Katastrophe noch aufzuhalten, wenn sie erst einmal als Möglichkeit in den Raum gestellt wurde? Und so wird Dürrenmatts Stück selbst zur dramatischen Kettenreaktion, in der das Unvermeidliche unaufhaltsam Form annimmt. |